Projektbericht vom 22.09.2008
in der Gesamtschule
von Kathrin Scharf, 9a
Nun war es endlich soweit , eine Woche vor den Herbstferien fand die
Stadtmaler Projektwoche in unserer Schule statt. Am Montag in der ersten
Stunde traf sich unsere „Menschen und Kultur- „Gruppe im DuG-Raum um sich
auf den heutigen Tag vorzubereiten. Wir schnitten Gipsbinden zurecht und
stellten Schalen gefüllt mit Wasser bereit. Die hinterste Ecke des Raumes
wurde zum Interviewbereich, indem wir die Stühle zu einem Kreis stellten.
Der erste Gast,
Herr
Paul Reding,
ließ auch nicht lange auf sich warten und erschien pünktlich um 9 Uhr. Er
brachte unserer Kunstlehrerin, Frau Souissi, ein Buch mit, das er selbst
geschrieben hatte „nordwärts und anderswo“, signierte es und schrieb eine
Widmung. Herr Reding ist nicht nur Schriftsteller, sondern auch bildender
Künstler. Daraufhin wollten wir natürlich alle ein Autogramm von ihm (wer
weiß, wofür das mal gut ist!). Er gab uns nicht nur seine Unterschrift,
sondern zeichnete uns auch noch unterschiedliche Motive in unsere Kladden.
Klasse! Dann begann das Interview, das Saskia vornahm und Etti hielt das
Mikrofon. Herr Reding hatte mit der Zeche nicht sehr viel zu tun, aber auf
dem Zechengelände wurde ein Kunstwerk von ihm aufgestellt und sein Vater
hatte früher auch auf der Zeche gearbeitet. Anschließend las er uns noch
etwas aus seinem Buch vor.
Unser nächster Gast war der ehemalige Stadtdirektor
Herr
Norbert Frey.
Ein sehr aparter Typ und auch er brachte ein selbst geschriebenes Buch mit.
Hier ging es um die Geschichte Waltrops.
Herr Frey hatte viel über die Zeche Waltrop zu berichten. Er musste damals
das Frühstücksbrot zu seinem Vater bringen. Das Brot nannte man „Hasenbrot.“
Toll, dass er gekommen war, denn eigentlich wollte er schon längst an der
Nordsee sein.
Unser
letzter Gast für heute war Herr
Willi
Herden.
Ein richtiger Arbeiter auf der Zeche! Er war Betriebselektriker und später
Fördermaschinist. Durch die Schichtarbeit war der ganze Biorhythmus gestört.
Es gab nicht nur viel Arbeit, sondern die Arbeit war auch sehr hart. Herr
Herden mochte am liebsten die Kantine, denn dann musste man nicht arbeiten-
wie bei uns! Als wir anschließend die Gesichter der Herren abgegossen
hatten, wurde von uns festgestellt, dass sie viel geduldiger waren als wir
Schüler - und nicht ganz so eitel danach.
Die Abgüsse sind toll geworden!
Nochmals herzlichen Dank an die Drei!
Projektbericht vom
23.09.2008
von Saskia Stumpp, 9b
Der zweite Tag war ein wenig anders als der Erste. Es mussten nämlich
Englischarbeiten geschrieben werden. Deshalb wurde unsere Gruppe gesplittet.
Wir, das sind Henriette, Vera und ich, Anne-Kathrin, sind diejenigen, die
als einzige mit Frau Souissi das Projekt weiterführen konnten.
Wahrscheinlich, weil sie unsere Klassenlehrerin ist. Müssen aber morgen die
Arbeit nachschreiben!
Unser Gast heute war
Herr
Michael Hohoff.
Echt ein cooler Typ. Mit viel Späßchen und ganz interessantem Lebenslauf. Er
ist Geschäftsführer von „Brot und Butter“, ansässig in der Firma Manufactum
und hat auch etliche Preise mit seinen Torten gewonnen.
Herr Hohoff ist mehr mit Manufactum verbunden als mit der der alten Zeche.
Manufactum hat so zu sagen die Zeche erhalten. Und genau das findet er gut.
Sein Ruhepohl ist der Spurwerkturm.“ Es ist so ruhig und so stürmisch, wie
das Leben dort oben - deshalb, kann er dort klare Gedanken fassen für das
Leben und den Beruf,“ meint Her Hohoff. Auf jeden Fall möchte er in nächster
Zeit in unserer Schule erscheinen und den Schülern und Schülerinnen Mut
machen auch mit einem Hauptschulabschluss einen erfolgreichen Berufsweg zu
schaffen- Voraussetzung ist allerdings Spaß an dem Beruf.
Herr Hohoff, wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch!
Notizen aus dem Gespräch mit Bernhard Tinkloh zur Waltroper Zeche.
Ann-Kathrin Mommert
Herr
Bernhard
Tinkloh
war
Prokurist bei Manufactum. Der Begriff Prokurist kommt aus dem Lateinischen
und heißt soviel wie sich um etwas kümmern und sorgen.
Er sorgte also für das Unternehmen und trug so Sorge für das Unternehmen und
seine Mitarbeiter. Auch war er Mitglied der Geschäftsleitung.
Der gelernte Jurist Bernhard Tinkloh arbeitete von 1998 bis 2008 auf der
Zeche.
Die Firma Manufactum hat einen Teil der Zeche, die 1904 gegründet wurde,
nach der Stilllegung wieder belebt.
Die Zeche war damals der größte Arbeitgeber in Waltrop
Durch die Kohle wurde aus dem landwirtschaftlich geprägten Dorf ein
Industriestandort.Die Zeche wurde gegründet vom König von Preussen, sie
gehörte zum Verbund der Hibernia Zechen. Hibernia ist auch ein lateinisches
Wort und bedeutet Irisches Winterlager von Cäsar Viel irische Arbeiter und
Geschäftsführer arbeiteten damals hier, da sie Fachleute für den
Steinkohlebergbau waren. Heute sind nur noch 10 % des Zechengeländes zu
sehen. Im Juni 19 79 wurde die Zeche geschlossen
Manufactum wurde 1989 gegründet
Mitte der 90 er Jahre arbeiteten 80 Mitarbeiter in diesem Unternehmen.
Der Gründer der Firma Thomas Hoof suchte eine neue Heimstätte für
Manufactum. Er hatte dabei das Interesse alte Industriekultur zu nutzen und
umzuwidmen. Das Bürogebäude der Firma wurde in die alten Gebäude integriert,
dadurch erhalten und neu genutzt.
10 Jahre, seine letzten 10 Berufsjahre hat Herr Tinkloh für Manufactum
gearbeitet.
Er sagte, dass Manufactum ist ein außerschulischer Lernort ist
Manufactum fand mit der Gesamtschule eine Schule die kreative Projekte mit
Schülern, wie das Stadtmalerprojekt durchführt und unterstützt diese, da
Kreativität ganz wichtig für das Leben und die Arbeit ist.
Er meint, dass wir das Glück haben in einer Schule zu sein, die Wert auf
Kreativität und Teamfähigkeit legt, da dies eine wichtige Eigenschaft für
die Arbeit in einem Unternehmen wie z.B. bei Manufactum ist.
Wir fanden das Gespräch mit Herrn Tinkloh sehr beeindruckend und danken ihm
für seine Geduld, gerade auch beim Abgießen.
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