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Paul Morales

Paul Morales

Waltroper_Stadtmaler_2003
Die Beteiligten
Stadtmaler 2003/04 war der nicaruanische Maler und Grafiker Paul Morales. Der 1967 in Granada geborene Künstler ist Koordinator der Grafik-und Malwerkstatt des von Dietmar Schönherr und Ernesto Cardenal gestifteten Kulturhauses „Casa de los Tres Mundos“.
Morales studierte an der Kunsthochschule „Escuela de Bella Artes“ in Granada, seine Arbeiten waren in Einzel-und Gruppenaustellungenstellte seit 1986 in Nord- und Mittelamerika sowie in Deutschland, Finnland und Spanien zu sehen. Das diesjährige Stadtmalernetzwerk verbindet erstmals Waltroper Schulen miteinander.
Am Projekt beteiligen sich die Barbaraschule Waltrop (Koordinatorin: Frau Windgätter), und als das Netzwerk koordinierende Schule die Gesamtschule Waltrop (Koordinator: Herr Ogiermann). Des Weiteren nehmen die Eichendorff-Schule Haltern (Koordinatorin: Frau Hasenau), die Gesamtschule Nordkirchen (Koordinatorin: Frau Grohmann), die Westerbach-Schule in Oer Erkenschwick (Koordinatorin: Frau Heindrihof sowie die Käthe-Kollwitz-Schule Marl (Koordinatorin: Frau Klüsener) am Projekt teil.
Von nicaraguanischer Seite ist die Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus „Casa de los Tres Mundos“ in Granada und mit dem „Centro Cultural Popular“ in San Miguelito (Partnerstadt Waltrops) geplant.
Weitere Partner des Netzwerks sind das Kulturbüro Waltrop, die Kulturagentur Haltern, die Firma Manufactum, der Städtepartnerschaftsverein „Solidaridad e.V.“, die VHS Waltrop, der Parkfestbetrieb und die „Baumhaus Kunst und Kultur Initiative e.V.“ Bonn. 

Das Projekt
Im November/Dezember kam Paul Morales für 8 Wochen nach Deutschland. Morales bezog in der Gesamtschule Waltrop sein „Hauptatelier“.
In dieser ersten Arbeitsphase arbeitete er in Projektstrukturen an den o.g. Schulen. D.h., er war je nach Absprache einzelne Tage oder auch einen zusammenhängenden Zeitraum (eine Woche) an den Netzwerkschulen tätig. Dabei umfasste seine künstlerische Aufgabe schwerpunktmäßig die Auseinandersetzung mit den jeweiligen Städten und Menschen. Dieser Prozess wurde gemeinsam mit Klassen, Kursen und LehrerInnen der beteiligten Schulen realisiert und veröffentlicht. Dabei entwickelten die Schulen individuellen Formen (u.a. Projektwochen, Ateliers als Lernorte, Kooperationen zwischen Grundschulklassen und DG-Kursen der Gesamtschule Waltrop) der Zusammenarbeit. Schwerpunkt dieser Arbeitsphase war das Sammeln und Entwickeln von Kommunikations- und Handlungsstrukturen zwischen den einzelnen Partnern an ästhetischen Sachverhalten sein. Dabei sollen die neuen Lern- und Arbeitsorte/formen den Lernprozess intensivieren. Besondere Bedeutung kommt der Entwicklung von Kommunikationsstrukturen zu, da Morales nur Spanisch und Englisch spricht. Erworbene Sprachkompetenzen in Englisch sowie Spanisch (GE Waltrop) müssen von den Schülern aktiviert bzw. erweitert werden. Darüber hinaus werden nonverbale am ästhetischen Gegenstand orientierte Kommunikationsstrategien eine ungewohnte Bedeutung er-langen.Für alle Beteiligten bildeten Arbeitsausstellungen mit Projektpräsentationen in Waltrop, Nordkirchen, Haltern und Marl den Schlusspunkt dieser ersten Phase.Die Theaterpädagoginnen Inge Herb (GE Waltrop) und Annette Windgätter  (Barbaraschule) suchten gemeinsam mit Paul Morales ihren künstlerischen Arbeitsschwerpunkt in der Zusammenarbeit mit den Waltroper Schulen. Es kam in Kooperation mit dem Städtepartnerschaftsverein „Solidaridad“ zur Entwicklung einer Theaterperformance, die von SchülerInnen der 3. bis 5. Klassen der beiden Waltroper Schulen umgesetzt wurde. Dabei bildeten die Arbeiten des Stadtmalers den inhaltlichen Ausgangspunkt.
Parallel zur künstlerischen Arbeit war Paul Morales im Spanisch - und GL Unterricht der Gesamtschule Waltrop sowie in Mittelamerika-Projektwochen in den Grundschulen in Marl und Haltern tätig. Seine als langjähriger Mitarbeiter des Kulturhauses in Granada gesammelten Erfahrungen und Kenntnisse fanden in der linguistischen wie gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung mit dem Land und den Menschen Nicaraguas dabei ihren Einfluss.
Nach der Rückkehr des nicaraguanischen Gastes in seine Heimat wird dieser seine Eindrücke, Skizzen, Notizen und Ideen verarbeiten und sich auf den 2. Besuch in Deutschland im Juni/Juli 2004 vorbereiten. Außerdem wurden in der Zwischenzeit in Granada bzw. San Miguelito mit Kindern-und Jugendlichen der o.g. Kulturhäuser Arbeiten zu ihren jeweiligen Städten im Geiste der Stadtmaleridee initiiert und betreut.
Diese Arbeiten wurden zu einer Ausstellung zusammengefasst, die u.a. als Teil der Stadtmalerausstellungen in Deutschland zu sehen war. Parallel dazu erarbeiteten in Deutschland die SchülerInnen und LehreInnen der beteiligten Schulen ebenfalls die entstandenen Bildideen sowie die entwickelte Performanceidee „el poder de colores“ Im Juni/Juli 2004 kam Paul Morales wieder nach Deutschland. Er brachte seine und die mit den nicaraguanischen Kindern entstandenen Arbeiten mit.
Schwerpunkmäßige Aufgabe des 2. Arbeitsbesuches war die Vorbereitung und Durchführung der Präsentationen in den beteiligten Städten sein. Dabei bereiteten SchülerInnen der DG Kurse 9. und 10. Klasse der GE Waltrop die Präsentationen inhaltlich und formal vor.. D.h., angefangen vom Konzept, über die Werbung, den Auf- und Abbau, die Organisation und Betreuung der Expositionen arbeiten die Beteiligten an einem gemeinsamen Produkt.
Die geplante Fortführung dieses Projektes in Nicaragua wurde durch die Theaterpädagogin und Vorsitzende des Vereins „Solidaridad“, Frau Herb, durchgeführt. Sie zeigte in Managua und San Miguelito einen Querschnitt der Dokumentationen des Projekts und ausgewählte Arbeiten von SchülerInnen der am Stadtmalerprojekt beteiligten deutschen Schulen.
Parallel zur Ausstellung wurden in beiden Städten Workshops und Seminare zum Stadtmalerthema sowie zu gestalterischen und theaterpädagogischen Fragen von ihr durchgeführt.

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